Zigarrenversand: Zigarren online bestellen und unbeschadet nach Hause bekommen

Ein Zigarrenversand ist ein Fachhändler, der Zigarren, Zigarillos und Zubehör per Paket verschickt. Für viele Raucher ist er die praktischste Bezugsquelle, denn das Sortiment eines Versenders umfasst meist deutlich mehr Marken, Formate und Herkunftsländer als ein Ladengeschäft, und die Bestellung ist unabhängig von Öffnungszeiten und Wohnort. Wer weiß, worauf beim Bestellen und beim Auspacken zu achten ist, bekommt Zigarren in demselben Zustand, in dem sie den Humidor des Händlers verlassen haben.
Diese Seite beschreibt, was einen Zigarrenversand vom Laden unterscheidet, welche Vorgaben beim Versand von Tabakwaren gelten, wie Zigarren den Transport überstehen und was nach der Ankunft zu tun ist.
Was ein Versand gegenüber dem Ladengeschäft bietet
Der wichtigste Unterschied ist die Auswahl. Ein Ladengeschäft führt, was sich vor Ort verkauft; ein Versender lagert Marken aus Kuba, der Dominikanischen Republik, Nicaragua, Honduras, Brasilien und Europa nebeneinander, dazu Zigarillos, Pfeifentabak und Zubehör. Seltene Formate, limitierte Auflagen und Zigarren einzelner Manufakturen sind im Versand oft leichter zu bekommen als im Fachgeschäft, das sie eigens bestellen müsste.
Dazu kommen die üblichen Vorteile des Bestellens: Vergleich von Stärke, Format und Herkunft in Ruhe, Probiersets und Einzelstücke statt ganzer Kisten, Bestellung am Abend oder am Wochenende. Beratung gibt es auch hier, nur schriftlich oder telefonisch statt am Tresen. Was der Versand nicht ersetzen kann, ist das Riechen und Befühlen einer Zigarre vor dem Kauf und das Gespräch mit dem Händler; wer beides schätzt, findet auf der Seite Zigarren-Shops eine Gegenüberstellung.
Alter, Steuerzeichen, Echtheit
Zigarren sind Tabakwaren, und für sie gelten beim Versand dieselben Regeln wie im Laden: keine Abgabe an Personen unter 18 Jahren. Seriöse Versender prüfen das Alter bei der Bestellung oder bei der Zustellung, etwa durch eine Altersverifikation oder die Übergabe nur an Erwachsene. Aus demselben Grund ist die Lieferung an Packstationen bei vielen Anbietern nicht möglich.
In Deutschland verkaufte Zigarren tragen ein deutsches Steuerzeichen auf der Packung; es belegt, dass die Tabaksteuer entrichtet wurde und die Ware auf regulärem Weg importiert wurde. Bei kubanischen Zigarren kommt das Siegel des Herstellerverbunds hinzu, das Kisten und Packungen kennzeichnet; Einzelheiten dazu stehen auf der Seite Kubanische Zigarren. Ein Händler, der beides selbstverständlich vorweist und Herkunft, Stärke und Format seiner Zigarren beschreibt, ist in aller Regel vertrauenswürdig.

Wie Zigarren den Versand überstehen
Zigarren sind empfindlicher als die meisten Paketinhalte, aber weniger empfindlich, als oft befürchtet. Im Paket schützt sie zunächst die Verpackung: die Originalkiste, das Zellophan, bei Einzelstücken eine Hülle oder ein Beutel. Gute Versender legen ein Feuchtepack bei oder verpacken in einem dichten Beutel, damit die Zigarren auf dem Weg nicht austrocknen. Zwei bis vier Tage Transit bei normalen Temperaturen sind unproblematisch.
Kritisch sind Extreme. Im Hochsommer kann ein Paket im Zustellfahrzeug über 30 Grad warm werden; das schadet nicht sofort, begünstigt aber den Tabakkäfer, dessen Eier bei Wärme schlüpfen. Im Winter trocknet Kälte den Tabak nicht aus, doch beim Auspacken in der warmen Wohnung kann sich Kondenswasser bilden. In beiden Fällen hilft dasselbe Vorgehen: das Paket geschlossen einige Stunden im Wohnraum stehen lassen, dann erst öffnen und die Zigarren prüfen.
Nach der Ankunft gehören die Zigarren in den Humidor und dürfen dort einige Tage bis zwei Wochen ruhen. Sie gleichen sich an das Klima an, kleine Feuchteunterschiede verschwinden, und die erste Zigarre schmeckt so, wie sie soll. Wie das Klima im Humidor aussehen muss, steht unter Zigarren lagern; wer noch keinen Humidor besitzt, findet auf der Seite Humidor kaufen die Kriterien.
Zubehör und Geschenke
Ein Zigarrenversand führt in der Regel auch das, was zum Rauchen gehört: Cutter und Zigarrenscheren, Bohrer für dicke Formate, Feuerzeuge mit geschmacksneutraler Gasflamme, Aschenbecher mit breiter Ablage, Etuis und Reisehumidore für unterwegs sowie Humidore in allen Größen. Wer Zigarren verschenken möchte, findet Geschenkpackungen und Sets, oft mit einem passenden Zubehörteil kombiniert.
Beim Zubehör lohnt derselbe Blick wie bei den Zigarren: Ein Humidor sollte nach den Kriterien beurteilt werden, die für jeden Humidor gelten, gleich ob er als Set oder einzeln bestellt wird. Ein Etui muss zum Format passen, ein Feuerzeug zur Zigarre; Einzelheiten dazu stehen auf der Seite zum Reisehumidor.
Checkliste für die Bestellung
- Impressum, Altersprüfung und Steuerzeichen vorhanden?
- Herkunft, Stärke, Format und Deckblatt der Zigarre beschrieben?
- Einzelstücke oder Probiersets möglich, wenn eine Marke neu ist?
- Versand mit Feuchtepack oder dichter Verpackung?
- Bei Hitze oder Frost: Paket im Wohnraum akklimatisieren lassen, dann öffnen.
- Nach der Ankunft: Zigarren prüfen, in den Humidor legen, einige Tage ruhen lassen.
Kurz zusammengefasst
Ein Zigarrenversand bietet mehr Auswahl als ein Ladengeschäft, unterliegt denselben Regeln für Alter und Steuer und liefert Zigarren bei sachgerechter Verpackung ohne Qualitätsverlust. Entscheidend sind ein seriöser Anbieter, das Akklimatisieren des Pakets bei extremen Temperaturen und ein Humidor, in dem die Zigarren nach der Ankunft zur Ruhe kommen. Die Onlineshops der Solid Taste GmbH, Noblego und Cigarmaxx, versenden Zigarren aus Berlin; Auswahl und Bedingungen stehen direkt in den Shops.
Häufige Fragen
Ist Zigarrenversand in Deutschland erlaubt?
Leiden Zigarren unter dem Versand?
Woran erkennt man einen seriösen Zigarrenversand?
Kann man online auch einzelne Zigarren kaufen?
Quellen und weiterführende Hinweise
- Archivierter Beitrag „Zigarrenversand als Alternative zum Ladengeschäft“ von humidore.net (2012), überarbeitet